Fünf System-Tools die man haben sollte

Unter jedem Betriebssystem gibt es kleine Helfer, die man vielleicht nicht sehr oft benutzt, über deren Vorhandensein man aber aus guten Gründen trotzdem sehr glücklich ist. Diese Tools arbeiten im Hintergrund, nehmen einem einige Arbeitsschritte ab oder sorgen dafür, dass die Festplatte sauber bleibt. Fünf genau solcher Tools, wie soeben beschrieb, möchte ich heute hier vorstellen.

Ailurus

Ailurus – der kleine Panda – bewirkt keine Wunder, auch wenn das Tool manchenorts im Internet schon so oder zumindest so ähnlich angepriesen wurde. Viele der in diesem Tool gegebenen Möglichkeiten System-Einstellungen vorzunehmen sind sogar redundant, da sie ohnehin unter Gnome vorzufinden sind. Trotzdem bin ich der Meinung, dass dieses Tool das System abrundet und daher nützlich ist.

Neben der Möglichkeit einige Einstellungen am System vorzunehmen, bietet das Tool die Möglichkeit Informationen zum vorhandenen System recht übersichtlich abzurufen. Am meisten punktet der kleine Panda aber mit der Möglichkeit sehr einfach zusätzliche Software zu installieren und zusätzliche Software-Quellen zu den im System bereits vorhanden Quellen hinzuzufügen. Dazu gehören insbesondere viele Programme, die im Ubuntu-Repository nicht vorhanden sind. Neben Opera, Google Chrome, Chromium, Songbird, diversen zusätzlichen Audio- und Video-Codecs, dem Adobe Flash-Player (auch für 64 Bit Systeme), dem RealPlayer, sowie dem Adobe PDF Reader sind das noch viele weitere nützliche Anwendungen.

Installation:

sudo add-apt-repository ppa:ailurus
sudo apt-get update
sudo apt-get install ailurus

BleachBit

Auf jedem System sammelt sich Datenmüll in Form von temporären Dateien, irgendwelchen Caches oder anderweitigen Bits an, nicht anders ist es auch unter Linux/Ubuntu. Dank BleachBit ist es allerdings sehr schnell möglich das Gröbste ausfindig zu machen und es zu entfernen. Neben temporären Dateien und Caches kann man damit ganz wunderbar Logs, Historien und Überbleibsel alter Software-Installationen via APT & Co. entfernen. Einzig bei der Beseitigung der Log-Dateien wäre ich etwas vorsichtig. In Anbetracht der Tatsache, dass diese ohnehin nicht sehr viel Platz wegnehmen, können sie sich manchmal als sehr nützlich erweisen, wenn es gilt Fehler im System aufzuspüren.

Das Paket sollte sich im Ubuntu-Repository befindet, es ist außerdem auch für Windows-Systeme verfügbar.

Installation:

sudo apt-get install bleachbit

FSlint

Ähnlich wie BleachBit funktioniert FSlint, es kann jedoch noch mehr und ich würde es als eine Ergänzung dazu betrachten, da es noch viel mehr kann. Da FSlint jedoch nicht von selbst entscheiden kann, welche Dateien obsolet sind und welche nicht, erfordert es die Zusammenarbeit des Benutzers!

Das Tool findet Duplikate von Dateien im Dateisystem, es spürt fehlerhafte Dateinamen, Namenskonflikte und redundante Leerzeichen in Dateinamen auf, bereinigt installierte Pakete, findet temporäre Dateisicherungen (*~, *.bak, …), Leere Verzeichnisse und macht noch einiges mehr. In der ausgegebenen Liste kann der Benutzer anschließend zu lösenden oder löschenden Konflikte auswählen.

Installation:

sudo apt-get install fslint

KSplice Uptrack Manager

Nach der Installation hält sich dieses Tool im Hintergrund, genauer gesagt im Gnome-Panel versteckt, wo es in regelmäßigen Abständen überprüft, ob es für die aktuell installierte Kernel-Version wichtige Sicherheitspatches gibt. Ist dies der Fall, so meldet sich KSplice mit einem entsprechendem Icon. Die Installation der jeweiligen Patches kann nun nach einer Passwort-Abfrage (gksu/sudo) installiert werden und das System ist somit wieder sicher.

Das besondere daran ist: Nach der Patch-Installation ist kein Neustart nötig! Somit kann die meistens ohnehin nicht all zu lange Zeit zwischen zwei Kernel-Versionen sicher überbrückt werden. Ein zusätzliches Plus in Punkto System-Sicherheit und ein komfortables dazu noch!

Nutzer aktueller Ubuntu-Versionen (derzeit 9.04 und 9.10) haben das Glück den KSplice Uptrack Manager umsonst benutzen können. Die Benutzung unter älteren Ubuntu-Versionen oder auf anderen Distributionen kostet eine monatliche Gebühr, die 2,95 US-$ bzw. 3,95 US-$ beträgt.

Installation:

Für Instruktionen zur Installation auf dem jeweils aktuellen Ubuntu-System bitte hier weiter lesen.

GtkOrphan

Hin und wieder kommt es vor, dass bestimmte Pakete einer Linux-Distribution eingestellt werden. Dies hat immer mehrere Gründe: Inkompatibilität mit anderen (neueren) Paketen, eine Eingestellte Fortführung des Projektes seitens der Entwickler und somit auch ein eventuelles Sicherheitsrisiko im Falle von Sicherheitslöchern, mangelndes Interesse seitens der Benutzer oder das Paket wird schlicht und einfach durch die Entwicklung anderer Software oder aus anderen Gründen überflüssig.

Diese “Paket-Leichen”, die dann immer noch auf diversen Systemen herum schwirren, können mit diesem Tool ausfindig gemacht und deinstalliert werden. Vor einer Deinstallation empfiehlt es sich jedoch immer sicher zu gehen, dass die für die Deinstallation ausgewählte Software wirklich nicht mehr benötigt wird!

Da sich die Software im Repository von Ubuntu befindet, müssen noch nicht mal fremde Paket-Quellen hinzugefügt werden.

Installation:

sudo apt-get install gtkorphan
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