20 Alternativen zu Firefox unter Ubuntu Linux

Noch immer nicht das passende Surf-Brett für den eigenen Pinguin gefunden? Na dann wird es aber höchste Zeit! Hier kommt eine Auswahl an 20 verschiedenen Web-Browsern für Linux, welche die unterschiedlichsten Bedürfnisse abdecken und von denen viele eine echte Alternative zu Firefox darstellen!

Aufgrund der Vielzahl der Programme, versuche ich mich bei der Beschreibung auf das Wesentliche beziehungsweise Besondere zu konzentrieren. Die Liste ist außerdem sicherlich nicht vollständig – wer mag, ist daher herzlich dazu eingeladen in der Kommentarfunktion weitere Browser samt Link und einer kurzen Beschreibung zu erwähnen.


Die bekanntesten Browser für Linux

Chrome
Googles Beitrag zum Thema Web-Browser lautet Chrome. Einer der wohl schnellsten Web-Browser derzeit überhaupt. Zahlreiche Erweiterungen machen Chrome zudem ausbaufähig und anpassbar. Einzig Googles Daten-Sammelwut fügt dem flotten Feger einen faden Beigeschmack hinzu.

Installation:

1. Download der Software von: http://www.google.de/chrome?hl=de
2. Installation muss manuell ausgeführt werden. Bei Ubuntu über einen Doppelklick auf das DEB-Paket.



Chromium
Wer Googles Chrome mag, jedoch um seine Privatsphäre besorgt ist, der sollte sich unbedingt das Chromium-Projekt anschauen, auf dem auch Googles Chrome basiert. Im Grunde genauso schnell, nur nicht so neugierig.

Installation:
Zum Installieren von Chromium bitte folgende zwei Zeilen in die */etc/apt/sources.list*:

deb http://ppa.launchpad.net/chromium-daily/ppa/ubuntu karmic main
deb-src http://ppa.launchpad.net/chromium-daily/ppa/ubuntu karmic main


mit dem Befehl:

gksu gedit /etc/apt/sources.list


einfügen und anschließend nacheinander folgendes ausführen:

sudo apt-key adv —recv-keys —keyserver keyserver.ubuntu.com 0xfbef0d696de1c72ba5a835fe5a9bf3bb4e5e17b5
sudo add-apt-key ppa:chromium-daily/ppa
sudo apt-get update
sudo apt-get install chromium-browser msttcorefonts



Flock
Flock macht das Surfen sozial. Dieser Browser verbindet das Beste des Web 2.0 miteinander. Ob Flickr, Facebook, Twitter, YouTube, … hier fließt alles von Grund auf zusammen. Durch eine Vielzahl an Erweiterungen lässt sich der Funktionsumfang natürlich noch weiter ausbauen.

Installation:

1. Download der Software von: http://www.flock.com/versions
2. Das heruntergeladene Archiv muss – am besten ins Heimat-Verzeichnis – entpackt werden. Bei Bedarf müssen Verknüpfungen auf dem Desktop oder im Menü manuell erstellt werden.



Opera
Opera ist lange kein Geheimtipp mehr. Der kleine Browser ist schnell, schick, ressourcenschonend, bietet einen E-Mail-Client und ist dank so genannter Widgets mit vielen schönen, neuen Funktionen ausbaufähig.

Installation:

1. Download der Software von: http://www.opera.com/browser/download/
2. Installation muss manuell ausgeführt werden. Bei Ubuntu über einen Doppelklick auf das DEB-Paket.



Seamonkey
Ehemals als der “Mozilla Browser” bekannt geworden, wurde irgendwann daraus das Seamonkey-Projekt. Ene komplette Suite, bestehend aus Browser, E-Mail-Client, Adressbuch, IRC-Chat-Software und HTML-Editor im WYSIWYG-Stil.

Installation:

sudo apt-get install seamonkey



Weniger bekannte, aber nicht zu unterschätzende Vertreter

Amaya
Im Grunde ist Amaya ein Web-Editor mit einem integrierten Web-Browser als ein zusätzliches Feature. Trotzdem möchte ich dieses Stück Software hier der Vollständigkeit halber nicht verschweigen. Das Projekt ist nicht zuletzt deshalb so interessant, weil es vom W3C stammt!

Installation

1. Download der Software von: http://www.w3.org/Amaya/User/BinDist.html
2. Installation muss manuell ausgeführt werden. Bei Ubuntu über einen Doppelklick auf das DEB-Paket.



Arora
Ein leicht zu bedienender, schneller, schlanker, auf Webkit basierender Web-Browser mit eingebautem, frei konfigurierbarem Werbefilter und zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten.

Installation:

sudo apt-get install arora



Epiphany
Ein kleiner, flotter, leicht zu bedienender Web-Browser, der aus dem Galeon-Projekt (siehe etwas weiter unten) entstanden ist. Er bietet nicht viele Einstellungs-Möglichkeiten, aber im Grunde alles, was man benötigt. Man möchte fast sagen: Hier kann man nichts kaputt-konfigurieren.

Installation:

sudo apt-get install epiphany



Kazehakase
Der Browser mit dem etwas ungewöhnlichem Namen kommt aus Japan und ist aus vielerlei Hinsicht sehr interessant. Natürlich ist er klein, schnell und ressourcenschonend, aber auch sehr anpassungsfähig. Neben dem interessanten Menü “Werkzeuge” bietet der Browser die Möglichkeit zwischen den Rendering-Engines Gecko (Mozilla-Projekt) und Webkit zu wählen. Hinzu kommt, dass sowohl Oberfläche, als auch Einstellungs-Optionen je nach Anwender-Kenntnissen (Anfänger, Fortgeschrittener oder Experte) angezeigt werden können.

Installation:

sudo apt-get install kazehakase kazehakase-webkit kazehakase-gecko



Konqueror
Der Browser des KDE-Projektes ist ein schneller und trotzdem ressourcenschonender Vertreter der Web-Browser. Wer es nicht weiß: Sowohl Apples Safari, wie auch Konqueror basieren auf der Webkit-Engine. Bei Apple dürfte diese vermutlich noch einige Veränderungen und Optimierungen erfahren haben, aber auch die Konqueror- beziehungsweise Webkit-Nutzer kommen in den Genuss der erhöhten Geschwindigkeit beim Seitenaufbau.

Installation:

sudo apt-get install konqueror



Galeon
Ein kleiner, ressourcenschonender und schneller Web-Browser für Gnome. Viel mehr muss man eigentlich nicht mehr sagen.

Installation:

sudo apt-get install galeon mozplugger



Icecat
Icecat ist rein aus “ethischer Sicht” interessant. Es handelt sich im Grunde um Firefox, allerdings wird dieser Web-Browser komplett ohne fremde Binärteile ausgeliefert – also 100 % freie Software.

Installation:
Zum Installieren von Chromium bitte folgende Zeile in die */etc/apt/sources.list*:

deb http://ppa.launchpad.net/gnuzilla-team/ppa/ubuntu karmic main


mit dem Befehl:

gksu gedit /etc/apt/sources.list


einfügen und anschließend nacheinander folgendes ausführen:

sudo apt-key adv —recv-keys —keyserver keyserver.ubuntu.com 08A255AF
sudo apt-get update
sudo apt-get install icecat



Midori
Wieder so ein Leichtgewicht von einem Web-Browser, der aufgrund seiner Webkit-Basis zudem noch sehr flott ist. Außerdem ist Midori sehr angenehm in der Bedienung und mit einem konfigurierbarem Werbe-Filter ausgestattet. Sehr schön ist auch die von Opera her bekannte Schnellwahl nach dem Start des Browsers, in der sich bis zu neun Seiten für einen schnellen Zugriff frei einstellen lassen.

Installation:
Zum Installieren von Midori bitte folgende zwei Zeilen in die /etc/apt/sources.list:

deb http://ppa.launchpad.net/stemp/ubuntu karmic main
deb-src http://ppa.launchpad.net/stemp/ubuntu karmic main


mit dem Befehl:

gksu gedit /etc/apt/sources.list


einfügen und anschließend nacheinander folgendes ausführen:

sudo apt-key adv —recv-keys —keyserver keyserver.ubuntu.com 2D9A3C5B
sudo apt-get update
sudo apt-get install midori



NetSurf
Klein, relativ schnell, sehr genügsam was Ressourcen anbelangt und sehr portabel. NetSurf gibt es unter anderem für das AmigaOS 4, BeOS/Haiku, MorphOS, RISC OS und natürlich verschiedene Unix-Derivate, wie eben Linux. Leider leidet die Kompatibilität zu aktuellen Web-Technologien etwas, aber man kann schließlich nicht alles haben.

Installation:

sudo apt-get install netsurf



Swiftfox
Swiftfox ist im Grunde wie Firefox, nur schneller, da stark optimiert. Das Besondere an diesem Browser ist, dass man eine für seine Hardware (CPU) optimierte Version herunterladen kann. Der Geschwindigkeits-Zuwachs gegenüber dem originalen Firefox ist enorm! Zwar können hier wie gewohnt die üblichen Firefox-Addons genutzt werden, allerdings kann es bei manchen Erweiterungen zu Problemen bezüglich der Kompatibilität kommen.

Installation:

Eine Einbindung ins Repository ist möglich, sollte jedoch je nach verfügbarem System selbst angepasst geschehen. Ansonsten ist ein Download der DEB-Pakete von: http://getswiftfox.com/download.htm mit einer anschließenden manuellen Installation via Doppelklick möglich.



Swiftweasel
Auch Swiftweasel ist eine stark optimierte Version des Firefox-Browsers für Linux. Der Browser ist optimiert für 32- und 64-Bit Prozessoren von Intel und AMD verfügbar und liefert ebenso einen wirklich enormen Geschwindigkeitsschub. Die Website des Autors verspricht zudem, Swiftweasel sei zu 100 % kompatibel zu allen Themes, Addons und Plugins von Firefox.

Installation:

1. Download über http://sourceforge.net/projects/swiftweasel/files/
2. Das heruntergeladene Archiv muss – am besten ins Heimat-Verzeichnis – entpackt werden. Bei Bedarf müssen Verknüpfungen auf dem Desktop oder im Menü manuell erstellt werden.



Browser für die Shell

Ja, auch so etwas gibt es. Welchen Sinn das ganze hat, fragt ihr euch? Es macht oft Sinn einen reinen Text-Browser für die Shell zu verwenden. Dies ist insbesondere dort sehr sinnvoll, wo ein Window-Manager beziehungsweise eine GUI ohnehin fehl am Platze ist: auf Servern. Wer seine Seite auf Barrierefreiheit für sehbehinderte Menschen überprüfen möchte, kann dies hiermit auch relativ einfach tun. Es gibt noch einige weitere Einsatzgebiete für solch einen Browser. Ich bin jedenfalls der Meinung, dass jeder so etwas für den Notfall auf dem Rechner haben sollte.

ELinks
ELinks ist eine Abspaltung von Links2 (siehe unten). Der Browser ist extrem klein, extrem schnell und verfügt sogar über eine Menüführung.

Installation:

sudo apt-get install elinks



Links2
Im Grunde: Siehe ELinks. ;-)

Installation:

sudo apt-get install links2



Lynx
Ähnlich wie die Vorgänger kann man auch Lynx beschreiben. Einzig die Bedienung ist hier etwas anders und geschieht über Tasten und Tastenkürzel.

Installation:

sudo apt-get install lynx



w3m
Der Aufruf eines URLs erfolgt bei der Ausführung des Browsers als Parameter-Übergabe. Also: w3m www.google.de Ansonsten ist der Browser ebenfalls sehr schnell, unterscheidet sich nur in der Bedienung von seinen Konkurrenten.

Installation:

sudo apt-get install w3m
  1. ubuntujunkie posted this